· 

#1# Städtetrip Amsterdam

Es gehört ja schon bald zur guten Tradition mit dazu, dass wir Beide einmal im Jahr nach Amsterdam fliegen. Vom 27.12. - 30.12. sind wir mit Freunden auch in diesem Jahr wieder in die größte Stadt Hollands verreist. Fahrräder, Tulpen, Windmühlen, Käse und Clocks - das klingt doch ganz nach unserer holländischen Lieblingsstadt. Amsterdam mit seinen knapp 870.000 Einwohnern (Stand 31. Januar 2019) zählt zu den schönsten Städten Europas. Auf diese kleine Auszeit haben wir uns sehr gefreut. Ganze 3 Tage hatten wir Zeit die Stadt zu erkunden. Unser Hotel hatten wir bewußt ein wenig außerhalb gewählt. Nur wenige Minuten vom Flughafen und mit einem kostenlosen Busshuttle zu erreichen, war die Lage für uns wirklich perfekt. Den Länderpunkt hatten wir uns schon im letzten Jahr gesichert. Geocaching war natürlich auch einer unserer Programmpunkte, aber in erster Linie ging es um die Erholung und die gemeinsame Zeit mit Freunden. Natürlich wollten wir auch das Flair dieser tollen Stadt auf uns wirken lassen und soviel wie möglich dabei entdecken.

Tag 1 - mit dem Fahrrad durch die Stadt


Fahrräder gibt es in Amsterdam wirklich überall. Jeder nutzt sie zu jeder Zeit. Radverleihe gibt es quasi überall. Die Stadtkultur ist durch die vielen Fahrräder geprägt. Man hat irgendwie immer den Eindruck, dass Radfahrer das Stadtbild stark prägen und auch beherrschen. Immer, egal zu welcher Tageszeit, sind sehr viele Menschen auf dem Rad unterwegs. Somit sollte unsere Entscheidung auch nicht schwer fallen. Die Fahrräder konnten wir uns direkt im Hotel leihen. Mit 18 Euro pro Person und Tag sicher nicht die günstigste Möglichkeit, aber definitiv die bequemste. Da mein bester Buddy und ich auch leidenschaftliche Fußballfans sind, sollte unser erster Anlaufpunkt die Spielstätte des heimischen Fußballriesen Ajax Amsterdam sein.

Amsterdam ist wunderschön grün und die Innenstadt durchzogen von unzähligen Grachten und kleinen Brücken. Die Radwege in der Stadt sind perfekt ausgebaut. Besonders an den Kreuzungen muss man sich als Fußgänger vorsehen. Nicht nur viele Fahrradfahrer sind unterwegs, auch Roller düsen zuhauf an einem vorbei. Der typische Holländer hat vorne am Liebsten noch eine kleine Kiste auf dem Rad. Das Tempo ist hier teilweise wirklich recht zügig. Gerade wenn Du in der Innenstadt fährst und die kleinen gepflasterten Strassen, welche über die Grachten führen, bergauf und bergab fährst, da brauchst Du ja auch Deinen Schwung, um nicht ständig wieder anfahren zu müssen. Davon gibt es sehr viele in der Innenstadt.

 

Die Johan - Cruyff - Arena lag 15 Kilometer östlich von unserem Hotel und führte uns durch Parkanlagen und Wohnbausiedlungen immer entlang der perfekt ausgebauten Fahrradwege. Hier konnten wir die ersten Eindrücke sammeln oder bestehende noch einmal auffrischen.

Die zum Teil geführte Stadiontour für 16.50 Euro pro Person haben wir uns dann auch nicht mehr nehmen lassen. Es war schon sehr bewegend sich durch die Katakomben in diesem Fussballtempel mit großer Geschichte zu bewegen und Einblicke in die Spielerwelt - und auch Geschichte zu  bekommen. Ajax Amsterdam blickt auf eine sehr lange und auch erfolgreiche Fussballgeschichte zurück. Viele Nationalhelden haben hier gekickt und auch einige andere sehr bekannte Fussballgrößen wie z.B. Zlatan Ibrahimovic. Der Nationalheld der Holländer ist ganz klar : Johan Cruyff! Nach ihm ist ja auch die Arena benannt worden.

 

Mitlerweile fing es auch schon an zu dämmern, aber gerade bei Nacht sollte man Amsterdam auch unbedingt einmal erlebt haben. Wir entschieden uns dazu, in die Innenstadt zu radeln. Es sollte uns in den bekannten "Red Light District" führen. Gerade bei Nacht erwacht dieses Viertel zum Leben und man kann in ein ganz anderes Amsterdam abtauchen. Dieses Flair wollten wir noch einmal auf uns wirken lassen.

Im Rotlichtviertel gibt es zahlreiche Coffeshops, Sexkinos, Homobars, Sexshops, aber auch gemütliche Restaurants und Cafés. Seitdem im Jahr 2000 die Prostitution in den Niederlanden legalisiert wurde, hat sich der Red Light District zu einer regelrechten Touristenattraktion entwickelt. Wir konnten auch immer mal wieder Familien mit Kindern entdecken, die es in dieses Viertel gezogen hat. Ansonsten findet man das übliche Klischee vor - zahlreiche Junggesellenabschiede, das Partyvolk, neugierige Touristen, die einfach nur mal gucken wollen, den Sextourismus und natürlich auch viele Einheimische. Überall schlägt einem der Geruch von Cannabis entgegen. Amsterdam ist schon besonders und speziell, aber eben auch einzigartig. Hier kann man sein so sein wie man eben sein möchte. Egal ob schwul oder lesbisch, hier wird Dir keiner mit Vorurteilen gegenübertreten. Das Leben hier ist einfach viel entspannter. Diesen Eindruck hatten wir immer wieder. Das Rotlichtviertel liegt vom Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhof Amsterdam aus gesehen leicht nordwestlich, zwischen Nieuwmarkt (Neumarkt) und De Oude Kerk (Alte Kirche). Das Zentrum befindet sich am Achterburgwall. Zwischen dem Achterburgwall und dem Nieuwmarkt schlängeln sich die teilweise sehr engen Gassen entlang, in denen sich die Damen hinter rot leuchtenden Fenstern räkeln und damit wohl weltweit ein einzigartiges Bild eines Rotlichtviertels kreieren. Auch solltet ihr euch in diesem Viertel immer mindestens zu zweit bewegen. Gerade auch für Taschendiebe und andere schräge Gestalten, sind solche Massen ein gefundenes Treffen. Also achtet aufeinander und vorallem auf euer Hab und Gut. 

Gegen 3 Uhr in der Früh sind wir dann auch wieder in unserem Hotel eingetroffen.

Tag 2 - Stadterkundung zu Fuss


Nach einem ausgiebigen Frühstück war klar, heute wird die Stadt zu Fuss erkundet. Mit dem kostenlosen Shuttlebus ging es dann vom Hotel zum Airport. Nun sind Einzelfahrscheine in Amsterdam gar nicht so billig. Ein One - Way - Ticket vom Airport bis ins Zentrum kostet 5.60 Euro. Wer den öffentlichen Verkehr nutzt, kann hier schnell einiges an Geld loswerden. Viel besser ist es das Amsterdam Travel Ticket zu nutzen. Das erhältst Du für 1 - 3 Tage, je nach Dauer Deines Aufenthalts und sparst dabei wirklich eine Menge Geld. Wir haben z.B. auch zusätzlich die App - Trainline - für Android genutzt. Dort kannst Du Deinen Start - und Zielbahnhof eingeben und Dir wird die beste Verbindung angezeigt. Auf der Webseite der GVB kann man sich auch die Netzpläne anschauen.

Unser erster Stop sollte heute der Zoo (Artis) in Amsterdam sein.

Der Königliche ARTIS Zoo ist wirklich ein wahres Paradies für Tierfreunde und der älteste Zoo Hollands. Neben Tieren aus aller Welt, einem Tropenhaus und Schmetterlings - Pavillon gibt es hier auch ein Tropenhaus und Aquarium. Mit dem ARTIS - Park - Ticket für 24 Euro (online 22 Euro) erhält man Zutritt zu allen Attraktionen. Du solltest genug Zeit einplanen, denn es gibt hier eine Menge zu entdecken. Die Pfade und viele Gebäude atmen noch immer die typische Atmosphäre des 19. Jahrhunderts im bekanntesten Zoo der Hauptstadt Amsterdam. Vom Hauptbahnhof aus gesehen ist der Zoo einen 15 - minütigen Fussmarsch entfernt. Hier kann man sehr gut 3 - 5 Stunden ohne Langeweile und Hektik verbringen.

Nach unserem Zoobesuch zog es uns dann wieder in die Innenstadt. Hier gab es noch einiges für uns zu entdecken. Amsterdam ist in 7 Bezirke unterteilt. Wir haben uns während unseres 3 - tägigen Aufenthalts fast nur im Zentrum aufgehalten.

Das Zentrum Amsterdams bildet das pulsierende Herz dieser Stadt. Hier gibt es viele schiefe Fachwerkhäuser, kleine Brücken, wunderschöne Grachten und eine Vielzahl an Geschäften. Der lockere Lifestyle der Amsterdamer zieht Jahr für Jahr zahlreiche Touristen in die Stadt. Vom Bahnhof im Norden aus, breitet sich Amsterdams berühmter Grachtengürtel mit den 3 Hauptgrachten - Herrengracht, Keiszersgracht und Prinsengracht - sternförmig aus. Dazwischen gibt es unzählige kleine und große Kanäle und viele Gassen. Im Zentrum gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, z.B. das Anne - Frank - Haus.

Im Zentrum gibt es eine Haupteinkaufsstraße, also eigentlich sind es ja sogar zwei. Die Nieuwendijkstraat beginnt direkt am Bahnhof und geht irgendwann in die Kalverstraat über.  Hier findet man viele Kaufhäuser und Filialen bekannter Weltmarken. Kleinere Boutiquen und Second - Hand - Shops wirst Du in den kleinen Straßen zwischen den Grachten finden (z.B. in Negen Straatjes).

 

Hier mal einige Empfehlungen von uns :

 

ARTIS Zoo

Anne - Frank - Haus 

Vondelpark (Garten der Amsterdamer)

Prinsengracht - Amsterdams schönste Gracht

Van Gogh Museum (größte Van Gogh Sammlung der Welt)

A'DAM Lookout ( Hochhaus mit Aussichtsplattform und Schaukel)

Rotlichtviertel

Oude Kerk (älteste Kirche von Amsterdam)

Bloemenmarkt (schwimmender Blumenmarkt)

Rijksmuseum (Reichsmuseum)

Amsterdam - Arena (Heimstätte des Fussballclubs Ajax Amsterdam)

Stadtteil Jordaan (beliebteste Stadtviertel)

Grachtenfahrt 

 

Richtig cool fanden wir auch die Automaten der Febo Kette, der bekanntesten niederländischen Fast Food Kette. Du wirfst einfach eine Münze in den Schlitz und entnimmst dem Automaten die entsprechende Leckerei. Unbedingt probieren solltest Du auch einmal Churros. Das ist ein iberisches Fettgebäck. Die länglichen Krapfen mit sternförmigem Querschnitt werden aus Brandmasse zubereitet, in heißem Öl frittiert und mit Zucker bestreut. Das ist zwar eine wahre Kalorienbombe, aber auch unheimlich lecker. Auch belgische Waffeln in den verschiedensten Variationen bekommt man im Zentrum überall zu kaufen. Auch die sind sehr lecker und Du solltest sie unbedingt mal probieren.

Uns ist aufgefallen, gerade in den touristischen Gegenden wirst Du viele kleine Geschäft finden, in welchen Du Leckereien und Souvenirs erwerben kannst, oftmals aber keine Preisausschilderungen finden wirst. Das erweckt natürlich schnell den Eindruck, dass die Händler ihre Preise nach Lust und Laune gestalten, eine typische Touristenfalle.

Unser nächster Stop sollte das Madame Tussauds sein, das Wachsmuseum in Amsterdam. Viele spaßige Animationen mit Bewegungen, Geräuschen und einigen Überraschungen machen einen Besuch im Madame Tussauds zu einem spannenden Erlebnis. Mit 19.50 Euro pro Person wahrscheinlich auch nicht unbedingt günstig. Wir hatten Glück und mussten nicht anstehen. Man gewährte uns sogar noch einen Rabatt von 6 Euro pro Person, um uns die Entscheidung abzunehmen, ob wir da nun wirklich reinwollen. Oftmals ist hier mit Wartezeiten zu rechnen, darum ist es sinnvoller sein Ticket online zu erwerben, dann ersparst Du Dir das Anstehen. In Kombination mit der Amsterdam Card bekommst Du auch einen Rabatt von 20%, wirst aber auch in anderen Museen z.B. Kombikarten erwerben können, um Eintritt zu sparen. Das Wachsfigurenkabinett liegt wirklich sehr zentral, direkt am Dam - Platz, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Wir konnten die größten Persönlichkeiten unserer Zeit vorfinden, wirklich wahnsinnig detailgetreu nachgebaut. In manchen Persönlichkeiten haben wir uns im wahrsten Sinne des Wortes verloren, einfach weil sie so echt wirkten. 

Den Besuch des Anne - Frank - Haus konnten wir auch 2019 nicht verwirklichen. Ist es 2018 noch an der Zeit gescheitert, wurde uns im letzten Urlaub vor Ort mitgeteilt, dass die Tickets nur noch online erworben werden können. Blöd gelaufen für uns. Der nächste Amsterdam - Urlaub kommt aber ganz gewiss.

Zum Abschluss des Tage sollte es dann noch einmal zurück in das Rotlichtviertel gehen. Wir wollten uns noch einmal das Rotlichtmuseum anschauen. Einst war es auch ein Bordell, jetzt ist es das erste Prostitutions - Museum in den Niederlanden. Das "Red Lights Secrets" wurde gemeinsam mit der Stadt Amsterdam und Vertretern der Prostituierten gestaltet. Als Besucher soll man Einblicke erhalten, die man normalerweise nur bei einem Besuch in einem Bordell erhalten würde. Je nach Angebot und Buchungsvariante kann der Eintritt zwischen 10 Euro - 14.50 Euro liegen. Online kommt man auch hier wieder am Günstigsten bei weg. Wir konnten hier wirklich sehr viele interessante Einblicke erhalten und können Dir dieses Museum nur ans Herz legen. Es war mittlerweile auch schon recht spät. Somit ging es dann für uns nach einem langen und abenteuerlichen Tag zurück in unser Hotel.

Tag 3 - Abreisetag


Wir starteten unseren letzten Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Anschluß ging es für uns mit Sack und Pack zurück zum Flughafen. Unser Flieger sollte erst gegen 20 Uhr zurück nach Hamburg gehen. Den ganzen Tag mit unserem Gepäck durch die Stadt zu ziehen, darauf hatten wir wenig Lust. Also haben wir die Sachen bei einer Gepäckstation gelagert. 6 Euro sollte uns dieser Spaß pro Person kosten. Auch den letzten Tag haben wir im Zentrum verbracht, haben uns noch einmal mit einigen Souvenirs eingedeckt, waren ein wenig shoppen und haben uns noch die ein oder andere Leckerei gegönnt. Dann ging es auch schon wieder zurück in unser geliebtes Hamburg.

Geocachen in Amsterdam


Natürlich ist auch das Geocachen nicht zu kurz gekommen. Auch hier kann man wieder sagen, dass das Geocachen der perfekte Reiseführer ist. An nahezu allen Spots oder Sehenswürdigkeiten konnten wir eine Dose finden. Wir konnten z.B. auch den ältesten noch aktiven Cache Hollands finden (GC198). Es handelt sich hierbei um einen einfachen Tradi, der an einer Brücke versteckt ist. Wir konnten auch eine Dose finden, die in einer alten Telefonzelle versteckt ist, welche mittlerweile als Buchtauschoase dient. Das war ein ziemlich cool gemachter Geocache. Da unser Kurztrip kein reiner Dosenurlaub werden sollte, haben wir uns vorab natürlich die Karte angesehen, aber auch nicht spezifisch nach Dosen gesucht, sondern vor Ort einfach immer mal wieder auf die Karte geschaut, wenn wir z.B. an einer Sehenswürdigkeit waren. Wir wurden nicht enttäuscht. Uns ist auch aufgefallen, dass viele einfache Dosen, die z.B. an einem Verkehrsschild versteckt sind, mit Favos überhäuft sind. Da merkt man wieder sehr schnell, dass Amsterdam eine sehr touristische Stadt ist. Wir haben Dir hier einmal eine Liste zusammengestellt, welche Dosen beinhaltet, die Dich an coole Spots oder Sehenswürdigkeiten führen.

Wir hoffen, dass wir Dir mit unserem Reisebericht einen kleinen Überblick verschaffen konnten. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere Tipp für Dich mit dabei gewesen. Für uns wird es definitiv nicht der letzte Urlaub in Holland gewesen sein.


Bis zum nächsten Mal.


Micha & Karo

Kommentar schreiben

Kommentare: 0