#10# Barfussmann (Hessen)

Wir haben uns mal wieder mit einem sehr interessanten Owner aus der Community ausgetauscht. Der Owner - Barfussmann - aus dem hessischen Raum hat mittlerweile einige recht interessante Dosen gebaut. Der Multi -Der Bikeport - mit seinen 28 Stationen oder der sehr aufwändig programmierte Indoor - Wherigo - Das Jedi - Archiv - viele von euch werden von diesen Dosen sicher schon einmal gehört haben.  Doch wer steckt hinter diesen tollen "Werken" und was sind seine Ambitionen?

Das Interview


1. Stell Dich doch einmal vor.

 

Kurz und knapp:

Ich bin ein leidenschaftlich geocachender, nachts im Briefzentrum arbeitender Familienvater und Hobby-Lepidopterologe mit einem Biologie-Diplom.

 

2. Seit wann betreibst du Geocaching und wie bist du dazu gekommen?

 

Angefangen mit dem Geocaching habe ich im Herbst 2011, nachdem wir Freunde besucht hatten, welche uns bei einem gemeinsamen Spaziergang ein paar Dosen gezeigt haben. Diese Freunde sind wohl leider nie über das Stadium des Anfängers hinausgekommen, aber mich hat das Fieber kurz danach gepackt.

Ein wenig ärgere ich mich darüber, dass ich bereits etliche Jahre zuvor ein Garmin eTrex (das mit dem Pfeil) geschenkt bekommen habe, ich selbiges aber bis zum Herbst 2011 nie zum Cachen eingesetzt habe. So zähle ich jetzt leider nicht zu der auserwählten Gruppe der ganz alten Hasen.

 

3. Wie ist dein Name entstanden, welchen du auf deinem Geocaching - Account nutzt?

 

Der Nick, den ich eigentlich haben wollte, war leider schon belegt - von jemandem, der keinen einzigen Log geschrieben hat. Da habe ich mir einfach den Spitznamen meines Sohnes "ausgehliehen". Ich hatte das Glück, dass das ein eingängiger Name war, den man sich gut merken kann und den man auch aussprechen kann.


4. Wie oft gehst du Geocachen?

 

Spontan hätte ich jetzt zwei bis drei mal pro Woche angegeben. Ein Blick in meine Statistik hat mir aber gerade gezeigt, dass ich im Schnitt doch fast jeden 2. Tag mindestens einen Fund zu verbuchen habe.

Wie bereits gesagt: Das Fieber hatte mich 2011 gepackt und ist seitdem nicht erloschen.

 

5. Wie planst du deine Touren und Ausflüge?

 

Ich gebe zu, dass ich Freude an Statistiken habe. So suche ich mir auch z. B. meine Ziele für kleinere Ausflüge in der Homezone häufig so, dass ich damit Lücken in irgendeiner Matrix fülle.

Für größere Touren nutze ich zur Planung Project-GC, besonders um lohnenswerte Ziele auszumachen, die vielleicht noch nicht auf meiner To-Do-Liste stehen.

 

6. Was machst du sonst so (Interessen / Hobbies)?

 

Seit meiner Kindheit bin ich von Schmetterlingen fasziniert, bin Mitglied der Arbeitsgemeinschaft hessischer Lepidopterologen und arbeite am Tagfaltermonitoring-Projekt des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung mit.

Dieses Hobby spielt bei der Auswahl eines geeigneten Urlaubsortes für einen Familienurlaub viel häufiger eine Rolle als Geocaching.

Bei meinem ersten selbst gelegten Mystery habe ich beide Hobbys miteinander verbunden und einen Mystery zur Schmetterlingsfauna meines Heimatortes erstellt. Ist allerdings ein D5 geworden.


7. Wieviele eigene Dosen hast du?

 

Derzeit sind das 39 Stück.

 

8. Wie entstehen deine Ideen?

 

Meine Gedanken kreisen sehr häufig ums Geocachen. Wenn mir eine interessante Sache über den Weg läuft, dann denke ich: Kann ich das vielleicht bei irgendeinem Cache verbauen? Wenn ich den Eindruck habe, dass das ein gute Idee sein könnte, dann kommt diese Idee erst einmal auf eine Liste, damit sie nicht in Vergessenheit gerät. Häufig finde ich diese Ideen später dann aber auch nicht mehr so toll und sie werden ohne eine Verwirklichung auch wieder von dieser Liste gestrichen.

 

9. Wie planst du deine Dosen? Wieviel Zeit nimmst du dir vom Bau bis hin zum Publish?

 

Wieviel Zeit ich mir für meine Dosen nehme hängt natürlich sehr von der Komplexität des Caches ab.

Einfache Dosen sind in ein bis drei Tagen reif für den Publish. Wird der Cache aufwändiger, steigt natürlich auch der Zeitbedarf und es liegen dann Wochen oder gar Monate zwischen den ersten Anfängen und dem Publish.


10. Was ist deiner Meinung nach deine beste bzw. aufwändigste Dose und warum?

 

Unter meinen Caches habe ich zwei Lieblinge: Das Jedi-Archiv GC6G8WM und der Bikeport GC7Q6YC.

Das Jedi-Archiv ist ein Indoor-Wherigo mit aufwändiger Programmierung und der Bikeport ein Multi mit 28 Stationen. Die Verwirklichung beider Projekte hat großen Spaß gebracht und offenbar sind auch die Cacher mit dem Ergebnis zufrieden, so dass ich mich über jede Menge toller Logs freuen kann.

 

11. Wieviel Geld investierst du in einen Cache bzw. wieviel Geld hast du in deine teuerste Dose investiert?

 

Da gibt es natürlich ein breites Spektrum. Die meisten meiner Caches haben nur wenige Euro gekostet. Nur wenige haben in den Anschaffungs- und Wartungskosten die 20-Euro-Marke geknackt.

Und nur die beiden schon erwähnten Caches waren deutlich teurer. Für das Jedi-Archiv habe ich gut 250 Euro investiert.

Noch mal ein gutes Stück teurer war dann der Bikeport, der bis zum Beta-Test etwa 400 Euro gekostet hat. Danach ist aber noch mal einiges an Kosten dazu gekommen. So wurden einige Stationen komplett neu gemacht, andere verbessert und für die meisten habe ich auch vorsorglich Ersatz besorgt, damit ich bei einer anstehenden Wartung schneller reagieren kann. Und dann gibt es noch die laufenden Kosten.

Alles zusammen summiert sich derzeit auf stattliche 2500 Euro. Eine Summe, mit der ich echt nicht gerechnet hätte.

Damit meine Frau jedoch nicht jedes Mal die Augen verdreht, wenn ich wieder irgendwelchen Kram für den Bikeport besorgt habe, hatte ich früh beschlossen, eine Spendendose aufzustellen.

Und als sich dann schon bald nach dem Publish abzeichnete, dass tatsächlich großzügig gespendet wurde, hatte ich auch keine Bedenken mehr, für die Verbesserung des Caches ordentlich Geld in die Hand zu nehmen. Die Spendeneinnahmen sollten schließlich auf keinen Fall in meiner eigenen Tasche landen sondern 1:1 für den Bikeport verwendet werden. Ich führe da auch ordentlich Buch, damit dies wirklich gewährleistet ist.

 

12. Welche App nutzt Du?

 

Als Android-Nutzer bin ich mit c:geo sehr zufrieden. Das ist mal eine App, die tatsächlich mit jedem Update besser wird. Meine Garmin-Geräte werden seit einiger Zeit gar nicht mehr genutzt.


13. Gehst du lieber urban cachen oder in der Natur?

 

Ich mag beides. Tendenziell mag ich Caches in der Natur lieber, aber ich liebe die Abwechslung beim Cachen. Von daher freue ich mich, dass es auch urbane Caches gibt. Natürlich können bei urbanen Caches die Muggel etwas störend sein, aber dafür findet man hier gelegentlich eine besonders interessante Tarnung.

 

14. Wie würdest du die Community beschreiben?

 

Ich finde es sehr faszinierend, dass es so etwas wie eine Community überhaupt gibt. Als ich mit dem Cachen begonnen habe, war mir das nicht klar. Ich dachte, man geht einfach allein in den Wald, sucht Dosen und das war's dann auch schon. Sicherlich gibt es auch viele Cacher, die tatsächlich keine nennenswerten Kontakte mit anderen Cachern haben, aber gerade bei den Cachern mit ein paar mehr Funden sind vermutlich kaum welche dabei, die nicht zumindest gelegentlich mit befreundeten Cachern losziehen und/oder Events besuchen.

Für mich selbst sind viele Cacher nicht nur Leute, die dasselbe Hobby teilen, sondern echte Freunde.

 

15. Gibt es Konkurrenzdenken unter den Ownern ? Wie sind deine Gedanken dazu?

 

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich nicht geschmeichelt fühle, dass einige meiner Caches in der Community ganz gut ankommen und mein Nick einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Aber ich habe noch nie andere Owner als Konkurrenten gesehen und ich habe bisher auch noch nichts erlebt, was darauf hindeutet, das andere Owner das anders sehen.


16. Was ist für dich der Sinn des Geocachens?

 

Geocachen ist einfach eine ganz tolle Freizeitbeschäftigung. Man ist viel an der frischen Luft, betätigt sich mehr oder wenig sportlich, bekommt interessante Sachen gezeigt und lernt beim Lösen von Mysterys so einiges.

Nicht zu vernachlässigen sind natürlich die nette Community und die sozialen Kontakte, sofern man daran interessiert ist.

 

17. In welcher Form zeigt man deiner Meinung nach Anerkennung für eine tolle Dose?

 

In erster Linie natürlich durch einen tollen Log. Ich lese die Logs bei meinen Caches wirklich sehr gerne. So richtig tolle Logs lese ich durchaus auch zwei Mal oder lese sie meiner Familie vor, falls diese gerade in der Nähe ist. Je besser die Dose ist, desto schönere Logs bekommt man auch als Owner.

Und wenn da ab und zu mal ein einfacher Copy-and-Paste-Log dabei ist, dann kann ich das verkraften; gibt ja noch genug schöne Logs, über die ich mich freuen kann.

 

18. Mit wem gehst Du Geocachen?

 

In den meisten Fällen gehe ich alleine cachen. Das hat unter anderem den Vorteil, dass ich dann äußerst flexibel bin.

Aber ich genieße es auch, mit verschiedenen Freunden cachen zu gehen. Vor allen bei besonderen Caches mit einer weiten Anreise bin ich nicht alleine unterwegs, aber das wird wohl bei fast jedem Cacher so sein.

Als Statistikfan hätte ich echt gerne eine Statistik, die mir anzeigt, mit wem genau ich wie oft unterwegs war. Aber anders als ein paar von meinen Freunden, die GSAK nutzen (ich nutze nur Project-GC) besitze ich eine solche Statistik leider nicht.

Auch mit meiner Familie gehe ich ab und zu cachen. Aber eigentlich ist das dann meist eher Spazierengehen und ich darf nebenbei ein paar Dosen suchen.


19. Was würdest du einem Anfänger mit auf den Weg geben?

 

Ich würde ihm raten, auf keinen Fall zu früh eine eigene Dose zu verstecken. Wenn man als erfahrener Cacher in einem Listing den Satz "Dies ist meine erste eigene Dose" liest, dann schraubt das die Erwartungen ganz weit runter, da vermutlich 95 % solcher Dosen maximal von durchschnittlicher Qualität sind.

Man sollte erst einmal auch ein paar besondere Dosen suchen und finden und nicht nur gewöhnliche Tradis, damit man sieht, was alles so möglich ist. Events besuchen und andere Cacher kennen zu lernen, die auch immer gerne helfen und Fragen beantworten, kann sicher auch nicht schaden. Es kann auch nichts schaden, einen erfahrenen Cacher zu fragen, ob er bereit ist, noch vor der Veröffentlichung einen Betatest zu machen und zu schauen, ob noch etwas am Cache verbessert werden kann.

Beim Listing sollte man sich etwas Mühe geben. Es muss nicht unbedingt viel Text sein, aber dieser sollte möglichst wenig Rechtschreibfehler aufweisen und ordentlich formatiert sein.

Klar können sich in ein Listing Rechtschreibfehler und Flüchtigkeitsfehler einschleichen, aber es sollte auf keinen Fall so aussehen, als ob selbst der Owner keine Lust gehabt hätte, den Text noch mal zu lesen.

 

20. Was treibt dich immer wieder nach draußen auf Dosensuche?

 

Geocaching ist für mich ein Hobby, welches mir wirklich sehr viel Freude bereitet und fast schon Suchtcharakter hat. Und natürlich treibt mich auch immer wieder meine Statistikader nach draußen, wenn es darum geht, irgendeine obskure Kalendermatrix zu füllen.

 

21. Wie suchst du dir die Orte für deine Verstecke?

 

Zum Teil kommt man zufällig an Orten vorbei, bei denen man denkt, dass diese gut für eine Dose geeignet wären (sofern der Platz noch frei ist).

Bei vielen meiner Caches war es jedoch so, dass zuerst die Idee für Cache da war und mir aber noch ein geeigneter Platz zum Verstecken gefehlt hat. Aber zum Glück habe ich einen großen Wald vor der Tür. Da passten schon mal viele Caches hinein.

Gelegentlich habe ich auch mit Hilfe von Google Earth geschaut, wo eventuell geeignete Flächen sein könnten, bei denen es sich lohnt, diese vor Ort genauer anzuschauen.


22. Wie würdest du den Wartungsaufwand für deine Dosen beschreiben?

 

Da kommt schon einiges zusammen. Insbesondere bei meinem Multi "Der Bikeport". Irgendwann habe ich mal angefangen, für jede etwas größere Wartung dort einen entsprechenden Log zu schreiben (hinzu kommt noch der regelmäßige Aufwand fürs Nachfüllen von Verbrauchsmaterial, bei dem ich keinen Wartungs-Log schreibe). Allein für diesen einen Cache sind das im Schnitt mehr als fünf Wartungen pro Monat.

 

23. Wie wichtig sind dir Favoritenpunkte?

 

Es gibt wohl keinen Owner, der sich nicht über Favoritenpunkte freut. Wichtiger als die Anzahl der FPs ist natürlich die Quote. Bei einem meiner frühen Caches hatte ich vor der Veröffentlichung die Hoffnung, dass er als erster meiner Caches eine FP-Quote von 80% überschreiten würde und habe mich riesig gefreut, als er das tatsächlich dauerhaft geschafft hat.

Beim Jedi-Archiv und beim Bikeport war meine Erwartung an die Quote tatsächlich so hoch, dass ich durchaus enttäuscht gewesen wäre, wenn die 80%-Marke nicht geknackt worden wäre.

Ich gebe zu, dass ich Cacher, wenn sie beim Jedi-Archiv oder beim Bikeport (aber auch nur dort) in ihrem Log geschrieben haben, dass sie einen FP vergeben, dies aber nicht geklappt hat, diesbezüglich anschreibe (auch wenn mich das immer ein wenig Überwindung kostet).

Bei allen anderen Caches kommt es mir auf einen FP mehr oder weniger nicht an.

 

24. Was denkst du - warum kommt es immer mal wieder vor, dass Dosen stark beschädigt bzw. komplett entwendet werden? Wo sind die Ursachen zu suchen?

 

Ich hoffe ja sehr, dass es fast immer Muggel sind, welche Dosen entwenden oder mutwillig stark beschädigen. Ich kann und mag mir einfach nicht vorstellen, dass Geocacher so etwas machen. Warum sollten sie? Aber ausschließen kann man so etwas natürlich nicht.


25. Ist bei dir schon einmal etwas entwendet bzw. beschädigt worden?

 

Klar sind auch bei mir schon Stages oder Finals entwendet worden.

Ich gehe fest davon aus, dass das in allen Fällen Muggel waren.

Nur bei einer Sache bin ich mir nicht ganz so sicher. Mir selbst wurde mehrfach ein Reaktivlicht entwendet. Beim zweiten Mal war es so im Baum befestigt, dass man definitiv nur mit Kletterausrüstung rankommen konnte. Eher unwahrscheinlich, dass das Muggel gemacht haben, aber ausschließen würde ich das nicht. Vielleicht war ja tatsächlich z. B. jemand vom Bauhof mit geeignetem LKW mit Hebebühne vor Ort.

 

26. Hast du eine Message an die Community?

 

Nö.

 

27. Was ist dein persönlicher Lieblingscache?

 

Schwer zu sagen, was mein persönlicher Lieblingscache ist. Es gibt da gleich einige, die um diesen Titel ringen. Halt die üblichen Verdächtigen.

Nur bei den Wherigos kann ich einen eindeutigen persönlichen Favoriten ausmachen: "Die drei ??? und die Feuerdiamanten" GC60AA7. Tolle Story mit jeder Menge kreativer physischer Stationen.


28. Was war deine bisher spannendste Tour und warum?

 

Das war wohl der erste richtige Cacherurlaub zusammen mit meinem Freund Njunjes77.

Eine Woche Mallorca mit ca. 12 Stunden cachen pro Tag. Wir hatten unsere Kletterausrüstung mitgenommen und einige spektakuläre T5-Abseiler gemacht. Und vor allen einige atemberaubende Höhlencaches besucht als es noch nicht so große Einschränkungen gab, was das Aufsuchen von Höhlen auf Mallorca betrifft. Und dann noch einige LP-Caches auf einem ehemaligen Militärgelände mit langen unterirdischen Tunneln.

 

29. Kann die Community 2020 noch etwas von dir erwarten?

 

Ich bin schon seit vielen Monaten am Ideensammeln für eine Art Bonus zum Bikeport. Ein paar Sachen sind auch schon angeschafft. Ich lasse mir damit aber viel Zeit und vermutlich wird der Cache erst 2021 fertig gestellt. Gut möglich, dass dieses Jahr also nichts mehr von mir zu erwarten ist. Aber der Bonus wird auf jeden Fall kommen und vielleicht ja doch schon dieses Jahr. Ich mache mir da aber keinen zeitlichen Stress. Gut Ding will Weile habe.

 

30. Hast du einen persönlichen Ansporn beim Bau deiner Dosen bzw. persönliche Ziele?

 

Natürlich habe ich den Ansporn, schöne Dosen zu legen, über die sich die Community freut und bei denen ich mit schönen Logs belohnt werde.

Und wie bereits erwähnt, habe ich bei meinen größeren Projekten durchaus das persönliche Ziel, die Caches so zu gestalten, dass eine bestimmte FP-Quote erreicht wird.


31. Wie ist die Idee zu deinem Multi - Bikeport - entstanden ? Sollten es von Anfang an soviele Stationen werden? Man liest und hört auch nur Positives über diesen Multi!

 

Die Idee zum Bikeport ist in mir gereift, nachdem ich den sehr schönen Multi "Dicke Eiche (reloaded)" GC754E0 besucht habe. Das war ein Multi mit sehr schönen abwechslungsreichen und kreativen Stationen mit einem tollen Final am Schluss.

Ich habe dann etliche Wochen Ideen gesammelt und die haben dann am Schluss für 28 Stationen gereicht. Das klingt zwar nach sehr viel und einige Cacher schreckt das sicher ab, aber die Strecken zwischen den einzelnen Stationen sind kurz und die Aufgaben recht schnell erledigt, so dass die meisten Cacher weniger als vier Stunden benötigen, was meiner Meinung eine sehr gute Zeit für einen schönen Multi ist.

 

32. Du hast ja auch einen sehr bekannten Wherigo (Das Jedi-Archiv) - wie ist diese Idee entstanden? Gab es Probleme bei der Umsetzung? Musstest du Genehmigungen einholen? Auch hier ist das Feedback durchweg positiv und dieser Wherigo wird einem immer mal wieder empfohlen.

 

Das Jedi-Archiv wäre ohne Genehmigung definitiv nicht zu realisieren gewesen.

Ich hatte schon länger damit geliebäugelt, meinen zweiten Wherigo dem Thema Star Wars zu widmen und mir auch schon einige Gedanken dazu gemacht, als mich der Leiter der Stadtbibliothek Gießen fragte, ob man mit dem Tradi, den ich ein paar Jahre zuvor in der Bücherei gelegt hatte, nicht irgendwie mehr machen könnte. Das ist bei einem Tradi natürlich schwer, aber ich sagte ihm, dass ich da eventuell eine Idee für ein anderes Projekt hätte und ich ihm demnächst ausführlich dazu schreiben würde.

Ich habe mir dann Gedanken gemacht, was man denn theoretisch an dieser Location so machen könnte und ihm die Sachen ausführlich in einer Liste dargelegt und wollte wissen, was er sich davon vorstellen könnte. Zu meiner großen Freude durfte ich tatsächlich alle meine Ideen umsetzen, womit ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte. Eine sehr wichtige Idee, die von einigen Cachern als das Highlight des Wherigos betrachtet wird, stammte sogar von ihm - ich selbst hätte mich wohl gar nicht getraut, zu fragen, ob ich das umsetzten dürfte. Das ist schon perfekt, wenn man mit jemanden zusammenarbeitet, der es einem ermöglicht, alle Ideen umzusetzen und sogar aktiv dabei mithilft.

Leider ist der Wherigo bedingt durch das Hygiene-Konzept vor Ort derzeit nicht wirklich spielbar und daher disabled. Wohl auch noch viele Monate lang. Aber irgendwann wird es weiter gehen.

Wir danken dir für dieses sehr ausführliche Interview und die tollen Einblicke und wünsche dir für die Zukunft alles Gute!

Wir hoffen, dass euch das Interview gefallen hat und der ein oder andere Einblick vermittelt werden konnte. Vielleicht seid ihr ja nun auch neugierig geworden und möchtet die Dosen vom Owner Barfussmann auch einmal spielen? Hier haben wir noch einmal das Profil des Owners verlinkt, dort sind alle Dosen zu finden.

 

Bleibt alle gesund und always happy hunting,

 

Micha und Karo