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#14# Finkenpiraten (Hessen)

Wer auf ganz besonders tolle Dosen steht und auf der Suche nach Qualität ist, kommt an den Finkenpiraten nicht vorbei. Sie zählen zu den besten Ownern Deutschlands und nahezu alle ihre Dosen sind hochlastig blau geschmückt. Einige ihrer Dosen stechen dabei besonders heraus. Nicht nur, weil sie jedes Cacherherz nahezu in Hochfrequenz schlagen lassen, sondern auch, weil sie in sehr spektakulären Locations verbaut worden sind. Umso mehr freut es uns, dass wir die Beiden für ein Interview erreichen konnten.

 

Das Interview


 

1. Stellt euch doch bitte einmal vor.

 

Unser Team besteht aus dem weiblichen Part Elena und aus dem männlichen Teil Meik. Wir wohnen in dem wirklich schönen Örtchen Braunfels im Lahn-Dill-Kreis mitten in Hessen. Elena ist hier in der Gegend aufgewachsen. Meik kommt gebürtig aus Nordhessen und ist in Kaufungen, das liegt in der Nähe von Kassel, aufgewachsen, wohnt aber seitdem wir uns kennengelernt haben in Braunfels. Neben dem Geocachen, was einen großen Bereich unserer Freizeit einnimmt, unternehmen wir aber auch viele andere Dinge. Besuche von Lost Places, aber auch andere historische Orte stehen da ganz oben auf der Liste und da muss auch nicht immer eine Dose liegen.

 

2. Wie seid ihr zum Geocaching gekommen?

 

Meik:

So genau weiß ich das gar nicht mehr. Bevor ich zum Geocachen kam, bin ich viel gelaufen, habe auch ein paar Marathons absolviert. Da ich noch irgendeinen Ausgleich dazu brauchte, habe ich nach Outdooraktivitäten im Internet gesucht und bin dabei über Geocachen gestolpert. Ich habe mich auf der Plattform angemeldet und gesehen, dass es einen Geocache direkt bei meiner alten Grundschule gibt. Den Cache habe ich damals ganz ohne Navigationsgerät gesucht und gefunden. Ab da an war ich gefesselt. Die nächsten beiden Caches wurden dann mit einem einfachen Autonavigationsgerät gesucht und zweiTage später wurde ein Garmin Etrex mit Karte gekauft.

 

Elena:

Ich bin durch einen Freund auf das Hobby aufmerksam geworden. Als ich Meik kennenlernte und er meinte, er habe da so ein Hobby, ging es gemeinsam auf Tour.

 

3. Waren eure Ambitionen von Anfang an so hoch angesetzt, also habt ihr schon immer einen Hang für außergewöhnliche Locations gehabt?

 

Am Anfang hat man sich über das Dosenlegen überhaupt keine Gedanken gemacht, man ist auf Dosensuche gegangen. Doch schon bald kam der Gedanke auch eine Dose zu legen. Die erste Dose war ein Mystery ohne nennenswerten Ort. Die erste gelegte Dose ist für einen selbst etwas Besonderes und daher gibt es diesen Cache auch heute noch. Die nächsten Caches waren dann schon etwas spezieller. Es sollten keine 0815 Dosen sein. Es waren Dosen, die so getarnt waren, dass man sie zwar sieht, aber nicht unbedingt als solche wahrnimmt. Wir nannten die Caches: Klein & Gemein. Wir denken, da waren schon ein paar gute Ideen dabei und die Cacher hatten ihren Spaß. Von dieser Serie gibt es heute noch ein paar Wenige. Tja und dann kam irgendwann die Zeit der Höhlen und Stollen. Wir können uns noch sehr gut daran erinnern, wie wir unseren ersten Cache in einer Höhle gesucht haben. Man was waren wir aufgeregt. Vor Ort fanden wir zunächst nur eine kleine Öffnung im Boden vor und waren unsicher, ob wir da wirklich reinkriechen sollten. Was würde uns dahinter erwarten? Wir sicherten uns erstmal ab. Meik rief seinen Bruder an und gab ihm die Koordinaten und den Hinweis, dass er Jemanden verständigen solle, falls wir uns nicht innerhalb einer bestimmten Zeit wieder melden würden. Wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt, war es schon ein sehr geniales Erlebnis, auch wenn es nur eine sehr kleine Höhle war.Seitdem hat uns der Underground schon sehr in seinen Bann gezogen, sei es mit oder ohne Cache. Dann kam auch schon der erste Lost Place Cache, der uns wiederum in seinen Bann zog. Der Hang zu besonderen Locations ist vermutlich daraus entstanden. Wir selbst haben uns bei besonderen Locations immer Zeit gelassen. Uns alles genauestens angesehen, auch abseits der eigentlichen Stages geschaut und natürlich viele Fotos geschossen. Man kann bei solchen Orten sehr gut die Gedanken schweifen lassen und philosophieren, was hier wohl mal alles stattgefunden haben mag und wie es wohl dazu kam, dass dieser Ort jetzt lost ist. Unseren ersten eigenen Lost Place Cache legten wir mit einem Cacher Freund zusammen und das unter einem anderen Account. Die Diplomaten Das war auch eine besondere Zeit für uns. Die Location von der "Geheimakte Alexandria" war für LP Fans schon sehr genial. Hin und wieder fahren wir da auch nochmal einfach so hin und gucken, wie sich der Ort verändert.

 


4. Arbeitet ihr beruflich für die Stadt oder das Land oder wie kommt man an so außergewöhnliche Locations?

 

Meik:

Ich arbeite zwar für das Land, aber dadurch sind wir noch nie an eine außergewöhnliche Location gekommen. Wir haben da weder Kontakte noch irgendwelches Vitamin B. Vermutlich ist es eher noch ein Hindernis, da man auf Grund des Jobs eben nicht alles machen kann. Manchmal ist es einfach der Mut zur Lücke und man fragt einfach mal, oftmals spielt aber auch einfach der Zufall mit.

 

5. Wie ist euer Name entstanden?

 

Meik:

Bevor ich Elena kennenlernte, nannte ich mich Finkenpirate. Der Name ist einfach aus einer Laune heraus entstanden, wobei der erste Teil des Namens in Verbindung mit unserem Nachnamen steht. Als ich Elena kennenlernte, kannte sie Geocachen bereits und es wurde sofort unser gemeinsames Hobby. Es wurde dann einfach an den Accountnamen Finkenpirateein „n“ angehängt. Wir haben niemals daran gedacht, dass jeder seinen eigenen Account hat, wozu auch? Zu 98 Prozent machen wir sowieso alles gemeinsam.

 

6. Entwickelt sich eine Idee aus der Location heraus oder ist es eher andersrum?

 

Das kommt immer darauf an. Bei der Akte 69 hatten wir die Grundidee schon Jahre vorher, nur die passende Location dazu noch nicht gefunden. Als wir die Location sahen, war sofort klar, das ist genau die Location für die Idee. Die eigentliche Story entwickelt sich aber erst, wenn die Location da ist. Beim Historiker schwebte uns zunächst ein Jack The Ripper Cache vor. Wir stellten dann aber schnell fest, dass es die falsche Location für dieses Thema ist, aber vielleicht kommt ja irgendwann nochmal die richtige Location für den Jack the Ripper Cache.

 


7. Welcher ist euer aufwendigster Cache und wieviel Zeit ist verstrichen von der ersten Idee bis hin zum Publish?

 

Das lässt sich gar nicht so einfach sagen. Wir hatten bei der Akte 69 einiges zu tun, da die Location doch sehr heruntergekommen war. Wir müssen aber dazu sagen, dass wir die Akte mit guten Freunden, den 4Lemmingen und dem Grünen Waldgeist zusammen aufgebaut haben und auch zusammen betreuen, aber wenn wir genauer darüber nachdenken, ist der zeitintensivste Cache vermutlich der Historiker gewesen. Hier hatten wir eigentlich eine ganz andere Location auf dem Plan und sprachen beim Bürgermeister vor. Wir waren der Annahme, dass diese Location der Stadt Weilburg gehören würde. Dem war aber nicht so. Nachdem wir dem Bürgermeister erläuterten was Geocaching ist, ihm das Geocaching Magazin zeigten, bei dem unser Cache "Grimms Erben" auch mal Cache des Monats wurde, war dieser von der Sache sehr angetan. Er schlug uns unter anderem die jetzige Location vor und gab das Ganze auch an die dort zuständige Person weiter. Hier blieb aber erstmal alles auf Grund eines Missverständnisses liegen. In der Zwischenzeit hatte der Bürgermeister gewechselt und nur durch einen Zufall kam das ganze Thema wieder ins Rollen. Als wir dann allerdings wieder auf den Cache angesprochen wurden, war unsere Motivation nochmals einen recht aufwendigen Cache auf der Plattform von Grundspeak zu legen, aber eher im Keller. Irgendwie konnten wir unser Ownerherz aber wieder motivieren und mit der Planung beginnen. Die geplante Jack the Ripper Story wurde auf Eis gelegt und der Historiker und seine rätselhafte Erbschaft entstand.

 

Meik:

Schon als kleines Kind war ich ein riesiger Fan der Drei Fragezeichen. Ich hatte alle Hörspielkassetten und sonstiges Fanmaterial. Über einen richtigen „Drei Fragezeichen Cache wurde auch schon nachgedacht, doch davon gibt es schon sehr viele und des Weiteren finden wir es immer recht schwierig, einer bekannten Serie oder einem Film mit einem Cache gerecht zu werden. Die Folge der Drei Fragezeichen und die gefährliche Erbschaft hatte mich schon als Kind in den Bann gezogen und wir glauben, es war genau die richtige Story für diese Location. Der Locationbetreiber, so nennen wir ihn einfach mal, hat uns, was die Auswahl der Verstecke angeht und was sonst noch so installiert und platziert werden musste, freie Wahl gelassen. Einige Sache haben wir aus bestimmten Gründen aber wieder verworfen. Ja, wir würden sagen, dass der Historiker und seine rätselhafte Erbschaft der aufwendigste Cache von uns ist. Von der Idee bis zum Publishhat es Rund 2 Jahre gedauert.

 

8. Was kostet so ein aufwendig gemachter Cache?

 

Ehrlich gesagt können wir das nur grob abschätzen und aufwendig heißt ja nicht immer gleich teuer. Wir haben bei den Ausgaben nie Buch geführt und beim Historiker und bei manch anderem Cache fallen auch laufende Kosten an. Bei dem einen Cache sind es mal hunderte von Euros, es kann aber auch schon mal ein vierstelliger Betrag zusammenkommen. Es ist und bleibt ein Hobby, wir möchten damit weder Geld verdienen, noch möchten wir uns groß verschulden. Wir haben Spaß dran und wenn man anschließend ein schönes Feedback bekommt, ist die Freunde umso größer.

 

9. Bevor es so richtig los ging mit den großen Dosen habt ihr ja eine Vielzahl an Caches bereits ausgelegt. Wie kam es dann dazu, dass ihr -Grimms Erben - entstehen lassen habt?

 

In dem Waldstück, in dem Grimms Erben liegt, lag vorher schon ein Cache von uns. Für uns ist der Wald beim Windhof in Weilburg etwas Besonderes. Es ist ein kleines aber sehr schönes Waldstück mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Bäumen. Eine Weilburger Schule hatte vor einiger Zeit dort einen Lehrpfad mit Schildern aufgebaut. Es wurden die unterschiedlichsten Bäume erklärt. Es waren einfache selbstgefertigteSchilder mit tollen und passenden Erklärungen. Wir hatten uns damals diese Schilder zunutze gemacht und eine Letterbox in diesen Wald gelegt. Leider hatte der damalige Förster etwas gegen diesen Lehrpfad und diese abgebaut. Damit ging auch unsere Letterbox ins Archiv. Doch dann hatten wir etwas anderes in unmittelbarer Nähe entdeckt und nun spielte wieder einmal das Glück des Tüchtigen mit. Ein uns bekannter Cacher war genau dort tätig wo diese Location verwaltet wurde. Mit weiteren Absprachen konnten wir schließlich diese Location nutzen. Bei dem wirklich märchenhaften Wald, der sich hier befand, stand schnell fest, dass es ein Märchencache werden wird. Die älteren Cacher werden sich vermutlich noch an die Fernsehserie „Die Märchenbraut“ erinnern. Ein wenig haben wir uns bei Grimms Erben von dieser Serie inspirieren lassen. Das Augenmerk haben wir aber von vornherein auf das Finale gelegt.

 


10. Wie verhält es sich mit dem Wartungsaufwand bei euren Dosen?

 

Das Thema Wartungsaufwand ist immer so eine Sache. Manchmal hat man wochenlang nichts und dann kommt Eins aufs Andere. Je mehr Caches man hat, desto mehr Wartungsaufwand bahnt sich an. Klar geht auch mal was kaputt und wir sind dankbar, wenn es uns umgehend gemeldet wird. Wir reißen auch keinem dem Kopf ab, wenn im Eifer des Gefechts mal etwas zu Bruch geht. Wo gehobelt wird, fallen schließlich auch Späne. Doch manchmal bleibt einem auch die Spucke weg. Es werden beispielsweise Steckdosen herausgeschraubt, obwohl extra darauf hingewiesen wird, dass dort nichts versteckt ist und man nichts abschrauben soll. Es verschwinden auch Abdeckungen die mit No GC gekennzeichnet waren. Sowas ist dann ärgerlich. Was auch recht zeitintensiv ist und was wir zukünftig ändern werden, ist die Beantwortung von Anfragen, wie beispielsweise Änderungen oder Umbuchungen im Kalender, Fragen nach Ausnahmen oder Fragen bezüglichTelefonjoker. Alles in Allem kommen da vermutlich mehrere Stunden zusammen, die wir in der Woche für die Wartung und Beantwortung von Fragen investieren.

 

11. Wie steht ihr zum Thema Spoiler? Gerade bei derartigen Locations ist es doch sicher sehr schade, wenn vorab gespoilert wird?!

 

Ja, das Spoilern ist ein heikles Thema. Es gibt da ja verschiedene Formen des Spoilern. Zum Einen wird oftmals, gerade was unseren Historiker Cache betrifft, die Location im Log benannt, obwohl wir hier extra im Listing darauf hinweisen, dass diese nicht erwähnt werden soll. Dann gibt es die Form, dass Bilder eingestellt werden, die so nicht gewünscht sind und anderen Cachern etwas verraten und zu guter Letzt gibt es ja auf FB und Co. noch Gruppen und Blogs, bei denen Komplettlösungen oder Videos gezeigt werden. Wir sind aus verschiedenen Gründen gegen das Spoilern. Wir möchten, dass die Cacher unvoreingenommen den Cache spielen und sich überraschen lassen. Ein gespoilerter Cache ist in etwa so, als wenn man sich ein Fußballspiel ansieht und das Ergebnis schon kennt.

 

12. Wir können uns auch vorstellen, dass ihr sicher eine Vielzahl an besonderen Erlebnissen mit Cachern hattet?

 

Ja, das kann man so sagen. Durch das Cachen, aber auch Coinern, haben wir eine Vielzahl von Leuten kennengelernt. Wir haben Freunde im gesamten Bundesgebiet und auch über die Grenzen hinweg gefunden. Wir denken, es gibt kaum ein anderes Hobby bei dem man auf die unterschiedlichsten Charaktere trifft. Ein besonderes Erlebnis war für uns immer das LostPlace for the Kingz Event. Von den Leuten, die man dort getroffen hat, zerrt man auch heute noch von. Sehr schade, dass es dieses nicht mehr gibt. Ein weiteres schönes Erlebnis war, als wir die Owner der Aliona Caches trafen. Man hat sich gleich gut verstanden und ist am nächsten Tag spontan auf eine gemeinsame Tour gegangen.

 


13. An welche Erlebnisse denkt ihr gerne zurück?

 

Wie schon oben erwähnt, denken wir gerne an die LostPlaces for the Kingz Events zurück oder auch an die Ownerzeit von DieDiplomaten. Wir gehen natürlich auch selbst gerne Cachen und hatten hierbei auch das ein oder andere besondere Erlebnis, an welches wir gerne zurückdenken. Der Cache „Kinderfrühstück (GC229MY) war für uns der erste größere LP-Cache. Wir wissen gar nicht mehr wie oft wir in dieser alten Fabrik waren. Immer wenn ein Besuch bei den Eltern anstand, wurden ein bis zwei Stationen des Caches gesucht. Was war das für eine Freude, als man dann das ersehnte Finale in den Händen hielt. Auch an den Cache „Irre, Dr Amentia--LP-“ (GC29FV7) denken wir gerne zurück. Diese Location, eine alte russische Irrenanstalt in der Nähe von Berlin, war sehr sehenswert, aber auch bedrückend.

 

14. Lest ihr alle Logs?

 

Wir versuchen zumindestens jeden Log zu lesen. Oftmals, gerade nach verlängerten Wochenenden, wenn extrem viele Logs auflaufen, werden manche Logs der einfachen Tradis überflogen. Die der Multis werden in der Regel alle gelesen.

 

15. Was haltet ihr von Einheitslogs?

 

Wir finden das es bei einfachen Tradi-Serien völlig legitim ist. Ich glaube, da will man als Owner auch gar nichts Anderes haben. Ansonsten kommt es immer darauf an, was denn in dem Einheitslog steht. Für uns persönlich ist der Log das Dankeschön an den Owner, aber auch bei uns, gerade wenn wir mal länger auf Tour waren, kommt es vor, dass wir Einheitslogs verfassen. Wir versuchen dann aber noch einen Satz zur eigentlichen Dose hinzuzufügen. Bei besonderen Caches nehmen wir uns aber die Zeit, den Cache mit einem entsprechenden Log zu würdigen.

 


16. Ihr habt ja auch gerade erst wieder einen neuen Cache rausgebracht - wie ist die Idee dazu entstanden und wie seid ihr an diese Location gekommen? Eine Burg zu "bedosen", das muss man erstmal bringen.

 

Naja, also wenn man es genau nimmt, dann ist die Burg ein Schloss und im Großen und Ganzen liegen die Stationen ja nicht im Schloss, sondern drumherum. Auch wir hatten uns vor einiger Zeit bei Groundspeak für einen Labcache beworben und zu unserer Überraschung sogar einen bekommen. Tja, was macht man nun mit diesem Labcache? Einige Ideen hatten wir, doch GC schränkte ja leider die Modalitäten der Labs immer mehr ein, sodass wir uns entschlossen einen Bonus für diesen Lab-Cache zu legen. Diesen wollten wir in der Nähe des Schlosses platzieren und als wir uns gerade im Schlosshof nach einer geeigneten Stelle umsahen, erblickten wir genau den richtigen Mann:„Ritter Bernd“, so nennen wir ihn einfach mal. Er ist sozusagen der Hausmeister des Schlosses und wer sonst könnte da helfen.
Auf die Frage, ob wir eventuell eine Art Briefkasten in der Nähe des Schlosshofes platzieren könnten, zeigte er uns etwas ganz Anderes. Das was er uns zeigte, war uns für einen Lab-Bonus aber irgendwie zu schade. Nun entstand die Idee des neuen Multis, doch zuvor musste erstmal der Schlossherr um Erlaubnis gefragt werden. Kurze Zeit später, nachdem wir eine Mail geschrieben hatten, klingelte bei Elena das Telefon und der Graf gab nach einem netten Telefonat sein Ok zum Cache. Bei dieser Kulisse stand natürlich sofort fest, dass es eine Rittergeschichte werden muss. Wir können Jedem, der den Cache spielen möchte, nur den Rat geben, lasst euch Zeit, genießt die Kulisse, bringt genügend Zeit mit und seht euch auch die Dinge abseits des Caches an. Für Interessierte empfehlen wir eine Schlossführung und den Besuch des Familienmuseums

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17. Ihr habt ja auch wirklich einige tolle und vor allem sehr bekannte Dosen. Andere Owner ergattern in ihrer Laufbahn vllt mal eine derartige Location. Wie kommt ihr ständig an solche spektakulären Locations?

 

Nennen wir es mal das Glück des Tüchtigen. Oftmals ist es wirklich nur Glück oder Zufall. Elena ist hier in der Gegend geboren und aufgewachsen und kennt jede Menge Leute, was immer von Vorteil ist.

Natürlich halten wir auch immer die Augen offen. Manchmal haben wir eine Location gefunden, kommen dann aber aus verschiedenen Gründen zu dem Entschluss, die Location doch nicht zu bedosen.

 

18. Wielange hat der Bau der neuen Dose beansprucht? Hattet ihr Hilfe dabei? Wie ist der bisherige Wartungsaufwand?

 

Der Bau des neuen Multis hat schon ein paar Monate in Anspruch genommen, wobei wir natürlich nicht ständig am Bauen und Installieren waren. Dankbar sind wir dem Team Lockentoni, denn Toni hat uns nach unseren Wünschen zwei besondere Dinge fürs Finale gebaut. Was den Wartungsaufwand betrifft, so gab es doch schon einiges zu tun. Im Finale musste etwas nachgebessert werden. Eine Dose wurde bereits mehrfach gemuggelt und musste verlegt werden. Hierdurch musste wiederum eine andere angepasst werden. Also, wie man sieht, es fällt ständig irgendwas an, aber im Großen und Ganzen lässt sich der Wartungsaufwand derzeit noch gut händeln.

 


19. Wie muss man sich eure neue Dose vorstellen? Könnt ihr uns dazu etwas erzählen?

 

Naja, hier wollen wir natürlich nicht zu viel verraten, dass rde dann vielen den Spaß verderben. Der Cache ist eigentlich wie ein klassischer Oldschool-Multi aufgebaut. Man findet Stationen, muss dort eine Aufgabe erledigen und das Ergebnis führt einen dann zur nächsten Station, bis zum Finale. Dort warten dann noch ein paar Aufgaben, die erledigt werden müssen, um ans Logbuch zu gelangen. Das haben wir in eine ritterliche Story verpackt und wer diese aufmerksam, bis zum Schluss verfolgt, sollte keine Probleme haben, das Logbuch zu bergen. Wir empfehlen Jedem, wer aufmerksam liest, hat es bedeutend leichter und muss nicht wild umhersuchen. So ist das eigentlich immer bei unseren Caches.

 

20. Habt ihr noch eine Message an die Community?

 

Wir möchten uns einfach mal bei der Community bedanken. Wir haben jede Menge tolle Logs bei unseren Caches bekommen und es macht mächtig viel Spaß diese zu lesen. Auch durch Mails oder bei persönlichen Gesprächen bekamen wir tolle Feedbacks. Als Owner freut man sich darüber, wenn die Cacher viel Freude bei der Suche der Caches haben.

 

21. Was sind eure persönlichen Lieblingsdosen? Könnt ihr uns 3 Cacheempfehlungen aussprechen?

 

Das ist wirklich eine sehr schwierige Frage, da wir jede Menge tolle Dosen in unserer Cacherlaufbahn zu Gesicht bekamen und jede hatte etwas für sich. Aber ok, dann beschränken wir uns mal auf drei Empfehlungen und wählen welche aus, die wir dieses Jahr besucht haben und auch noch nicht auf unserer Facebook-Seite empfohlen haben.


Die Panzerknacker (GC8E3B9)

 

Hier haben die Owner wirklich einen genialen Cache aufgebaut. Tolle Ideen, geniale Location, perfekte Umsetzung.


Prison Break (GC7NDVZ)

 

Wer die Fernsehserie kennt und mag, kommt an diesem Cache eigentlich nicht vorbei. Perfekt umgesetzt und das in einer 1A Qualität.

 

Der Ölprinz (GC2C9NN)

 

Der Cache besteht bereits seit 10 Jahren.Hier kann man einen perfekten Old-School LP Cache erleben mit einer äußerst außergewöhnlichen Location. Solch eine hatten wir bisher auch noch nicht gesehen. Grandios gemacht und wie heißt es so schön, das Beste kommt zum Schluss.

 


22. Zukunftsmusik - gibt es Ideen und Pläne? Was kann die Community noch von euch erwarten? Seid ihr so langsam "satt" oder kommt da noch einmal was?

 

Tja, was wird die Zukunft bringen? Wer weiß das schon? Es ist da zwar was in Planung, wie und ob wir das Ganze überhaupt umsetzen, wissen wir noch nicht. Da lassen wir uns selbst mal überraschen.

 

Wir danken euch Beiden für diesen sehr ehrlichen und entspannten Austausch und wünschen euch von Herzen alles erdenklich Gute für die Zukunft. Bleibt der Community noch lange erhalten, denn ihr seid einfach klasse und zählt für uns zu den besten Ownern Deutschlands. Eure Dosen sind einfach legendär.

Wir hoffen euch hat dieses Interview gefallen. Wer Qualität sucht, der wird an den Finkenpiraten nicht vorbeikommen, denn die Beiden sind einfach ein Garant für Qualität und spektakuläre Locations. Wir haben hier noch einmal das Profil der Beiden verlinkt. Dort findet ihr alle Dosen. Wer den Beiden auf Facebook folgen möchte, um keine Neuigkeit zu verpassen, der findet hier das Profil. Auch gibt es einen Blog von den Beiden, welcher hier zu finden ist.

 

Alles Liebe für euch und always happy hunting,

 

Micha & Karo